Sonntag, 27.11.2011
SSV Walddorf – SVO 1:2

Der SVO entscheidet endlich mal ein enges Spiel für sich.
Vor dem Jahresfinale ist die Mannschaft seit sieben Spielen ungeschlagen.

Bei tollem Wetter und - zur Überraschung der SVO-Akteure - gut bespielbarem Geläuf auf Walddorfs Höhen musste man aufgrund der Wahlgeschehnisse rund um Stuttgart21 auf Youngster Raphael Klimesch verzichten. Für ihn rückte nach zwei Spielen Abwesenheit der starke Oliver Raisch in die Startelf.

In den ersten Minuten fand der SVO nicht richtig ins Spiel. Die körperlich starken Walddorfer überzeugten mit konsequentem Spiel über die Außen und kamen zu zwei guten Möglichkeiten. Der über 90 Minuten fehlerfreie Schlussmann Sascha Renz war jedoch auf dem Posten und rüttelte sein Team wach. Ab dann ließ die Defensive um Sener, Krieg und Schuon nicht mehr viel zu. Das zentrale Mittelfeld fand eine klare Zuordnung und setzte das gegnerische Team sofort bei Ballbesitz unter Druck. So entstand auch die erste Großchance für den SVO. Raisch jagt dem gegnerischen Spielertrainer den Ball ab und leitet direkt auf Alex Hendrich weiter. Dieser schickt Pepe rechts in den Strafraum. Seinen strammen Schuss kann der Walddorfer Keeper nur nach vorne prallen lassen. Aus fünf Metern vergibt Sascha Federau frei vor dem Gehäuse.

Der SSV geriet nun Mitte der ersten Halbzeit mehr und mehr unter Druck. Der Ball „lief“ bei den Schwandorfern. Über eine Kombination zwischen Federau und Kaupp auf der linken Seite gelangt der Ball am Strafraumeck zum aufgerückten Alexander Krieg: mit Zug in den Strafraum, eine Körpertäuschung, die dem Walddorfer einen Knoten in die Beine schnürt, ein präziser Blick etwas rechts über den Querbalken und der Ball klatscht rechts unter dem Querbalken ins Netz. Diese Aktion wird seine Mannschaftskameraden sicherlich noch lange Zeit im Training begleiten.

In der 35. Minute dann ein schöner Spielzug zum 0:2: Durch eine schnelle Spielverlagerung über Raisch und Buhl gelangt der Ball zum freien Mathias Niethammer auf rechts, der einzig rausgerückte Walddorfer gestaltete sich als leichte Beute für den Schwandorfer Rechts-Außen, der so hinter der SSV-Defensive auftauchte. Seine flache Hereingabe gelangt bis zum 2. Pfosten zu unserer Nummer 9 Marcel, der uneigennützig Alex Hendrich bediente. Dieser durfte aus einem Meter Entfernung einschieben.

So ging es dann in die Pause, in der sich das Team vorgenommen hat, auf keinen Fall einen Gegentreffer zuzulassen. Die 2. Halbzeit war gezeichnet von vielen Fouls, Unruhe auf dem Rasen, jede Menge Kampf und vor allem wenig spielerischem Glanz. So musste sich Tamer nach einer klaren Tätlichkeit eines Walddorfers lange behandeln lassen. Auch außerhalb des Platzes wurde die Stimmung immer gereizter. Der SVO verlor seine Linie und konnte das Spiel selbst nicht mehr aktiv gestalten. Den Walddorfern war anzumerken, unbedingt den Anschlusstreffer erzielen zu wollen. Größere Torchancen waren jedoch absolute Mangelware. Was auf Renz zukam, blieb bei Renz.

Den Walddorfern gelang in der 75. min doch noch der Anschlusstreffer: langer Einwurf des SSV in den Oberschwandorfer Strafraum. Ein Luft-Duell um den Ball zwischen Jani und einem der langen Walddorfer Stürmer bewertete der Schiedsrichter als Handspiel und zeigte auf den Punkt. Der Ball schlug unhaltbar links oben ein.

In der Folgezeit hatte der SSV mehrere Standardsituationen, die den Schwandorfer alles abverlangten. Der etwas kleinliche, aber sicherlich nicht schlechte Schiedsrichter bewertete des Öfteren das kampfbetonte Zweikampfverhalten der Schwandorfer als foulwürdig. Der SVO behielt jedoch Lufthoheit und nach einem Eckstoß, den Sascha mitten im Getümmel runterpflückte war der Sieg unter Dach und Fach. Die zahlreichen Schwandorfer Zuschauer und das Team feierten den 5. Sieg im 6. Spiel. Kaiser Tamer Sener löste sein Versprechen nach dem Sieg in der Kabine ein und das Team feierte noch eine zeit lang im Walddorfer Sportheim.

Zum Jahresfinale erwarten die Jungs am kommenden Sonntag die Spielvereinigung aus Wart / Ebershardt.

Aufstellung:
Renz, Sener, Schuon, Krieg, Raisch, Buhl (37. Thal), Federau, Niethammer, Hendrich (68. Harr), Sadriu (85. Hiller, P.), Kaupp